THE GOLDEN CAGE verweist in Zeiten von Covid-19 auf die Fesselung unserer reichen Zivilisation. Angst und Einsamkeit stören den Seelenfrieden. Wie im goldenen Käfig gefangen behelfen wir uns verstärkt mit “Facetime & Co”. Durch den partiellen Verlust menschlicher Nähe und der damit einhergehenden Entschleunigung entstand die Bildserie „The Golden Cage“.

jPhilipps Portraitaufnahmen zeigen keinen Menschen mehr. Statt eines lebendigen Modells setzt er einen Betonklotz in Szene und spielt auf die Einschränkung körperlicher Nähe an. Der vergnügliche Umgang mit der Kamera und die ungebrochene Shoppinglust im Umgang mit Kleidern, Schmuck und Schminke finden so ein Ventil. Darüber hinaus benutzt er immer dieselbe Steinbüste und verweist auf die Normierung von Modellen, deren äußere Manipulation faszinierende Individualität herstellt. /Mara Christensen