A BEAUTIFUL NEW WORLD

A beautiful new world

Together with others, I saw moving pictures of a digital world. Signs of binary sequences flickered before my eyes. Some spectators grabbed their neighbors’ hands. They began to dance in the frenzy of digital images. Others followed. They went very close to the pictures and immersed themselves in the digital world. A few moments later they lost their physicality and became completely transparent. Digitization has only just begun. But the chip under the skin is already under us.

Time travel

Unser Hirn kann auch nur das, was ein Affenhirn gerade können muss, um in seiner Welt zu bestehen (Dath). Aber wir können Flugzeuge bauen und zu fremden Planeten fliegen. Wir können uns eine neue Heimat fantasieren und den Blick fokussiert in die Zukunft richten. Blicken wir zurück in die Gegenwart, sehen wir dieses Bild einer jungen Frau am Scheideweg zwischen den Zeiten. Doch im Strom der Zeit reisen unsere Gedanken ständig hin und her. Vergangenheit ist der Schnee von gestern.

Just Light

Fotos fangen Licht ein. Sie zeigen uns die Welt und liefern Erinnerungsbilder. Doch der Fotoapparat kann mehr. In der Bilderserie “Just Light” wird er zum Werkzeug künstlerischer Arbeit. Die fotografische Verfolgung des Lichts verändert das Motiv. Aussehen, Form und Weg ergeben sich durch die Lichtquelle und ihr Verhalten und aus der Idee des Fotografen und dessen Bewegung mit der Kamera.

Der Fotoapparat bildet jetzt nicht mehr ab. Es gibt keine Vorlage. Ein Abbild ist nicht möglich und nicht gewollt. Der Apparat erzeugt selbst etwas. Etwas, was das menschliche Auge nicht sehen kann. Ähnlich dem Restlichtaufheller, der uns elektromagnetische Wellen sichtbar macht, deren Erfahrbarkeit wir sonst nicht fähig wären. Das fertige Bild ist allein eine Schöpfung der Kamera und des Fotografen. Was wir sehen hat es niemals gegeben. Nicht einmal für den Bruchteil einer Sekunde. Und was bisher nur die Kamera sah, ist nun allein unserer Fantasie überlassen.

Doch “Just Light” täuscht. Es existiert kein Licht. Die Täuschung narrt uns auf wundervoll rätselhafte Weise täglich neu. Wir sehen nicht Hell und Dunkel. Wir empfangen elektromagnetische Wellen. Das Licht geht erst in unserem Kopf an, sagen Physiker. Schon der Titel der Bilderserie ist eine Narretei.
/ Mara Christensen

Creatures

Mit “Creatures” löst Philipp Gegenstände und Erscheinungen aus ihrem Kontext, indem er sie durch die Wahl eines wohlkalkulierten Ausschnittes verändert, ihren dinglichen Zusammenhang abstreift und sie von ihrer eigentlichen Funktion entbindet. Auf diese Weise entstehen abstrakte Bilder von ungewöhnlicher, visueller Energie. Was Philipp uns zeigt, ist keine Grauzone zwischen dem, was ist und dem, was nicht ist – sondern eine Welt, bevölkert von vielgestaltigen Figuren und phantastischen Kreaturen, in deren Ausdruck alle Töne und Schattierungen der menschlichen Seele ihren Counterpart finden.
/ Hendrik Heisterberg

A moment in time

‘Elin lived over 100 years ago. The photo artist brings her back to life as if kissed awake in a fairy tale. But Jens also brings people from Paris, Berlin, Sweden or America to our time and confronts them with phenomena that were unthinkable at their time.
/ Kaja Wegner

New York in Berlin

“New York in Berlin” is a project by three photographers who have never been to New York before. However, they have images in their minds which have originated in a variety of ways. Their photos toy with stereotypes and examine the connection between the two cities, yet all the while it is clear that the pictures were taken in Berlin.
/ Kaja Wegner