CREATURES (Auszug). Es liegen Welten zwischen dem, was ist, und dem, was nicht ist. Wir Menschen registrieren diese Welten nur am Rande, wenn unsere Sinne das vertraute Zentrum ihrer Wahrnehmung verlassen und für flüchtige Augenblicke hinausschweifen – um sogleich zurückzukehren auf das sichere Terrain dessen, was wir gewöhnlich für wahr nehmen. Auch wenn wir jene flüchtigen Dinge schon bald nicht mehr spüren, hören oder sehen: Sie wirken in jedem Moment auf unser Handeln, unser Denken, unsere Seele. Sie verunsichern oder faszinieren uns, berühren uns emotional und beleben unsere Fantasie.

jPhilipps treibende Kraft ist die Freude am schöpferischen Spiel mit der Visualisierung eben dieser Dinge, die nicht im Zentrum der menschlichen Wahrnehmung stehen. Erst die Neuentdeckung durch seine konzeptionelle Fotografie macht sie sichtbar. Was jPhilipp uns zeigt, ist keine Grauzone zwischen dem, was ist, und dem, was nicht ist – sondern eine mal monochrome, mal poppig satt gefärbte Welt, bevölkert von vielgestaltigen Figuren und phantastischen Kreaturen, in deren Ausdruck alle Töne und Schattierungen der menschlichen Seele ihren Counterpart finden. /Hendrik Heisterberg

„In vielen Jahre bin ich vorbeigegangen, stand mal hier und mal dort und schaute auf den Golfstrom hinaus an den Wellenbrechern vorbei. Doch eines Tages zeigte mir die Sonne diese Kreaturen der Wellenbrecher. Ganz langsam kamen sie und waren auch schnell wieder weg.“